Erstmalig in der Geschichte der MWST !

Das Volk hat entschieden – bei einer Stimmbeteiligung von rund 47% hat das Volk heute sich – laut einer Hochrechnung – mit 53% gegen die Reform der Altersvorsorge 2020 entschieden. Damit ist die Reform der Altersvorsoge 2020 gescheitert und der MWST-Satz sinkt per 1.1.2018.

Weil der Bundesbeschluss über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der MWST und das Bundesgesetz über die Reform der Altersvorsorge 2020 miteinander verknüpft sind, wäre die Reform nur in Kraft getreten, wenn beide Vorlagen angenommen worden wären. Kommt hinzu, dass der Bundesbeschluss über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der MWST eine Verfassungsänderung ist, wäre zur Annahme eine Zustimmung von Volk und Ständen nötig gewesen. Allerdings steht bereits jetzt fest, dass das Ständemehr nicht mehr zustandekommen kann.

Damit steht bereits jetzt fest, dass seit Einführung der MWST im Jahr 1995 der MWST-Satz erstmals sinkt. Der Normalsatz von heute 8% wird per 1.1.2018 auf 7.7% reduziert. Die Unternehmen sind nun extrem gefordert, die notwendigen Anpassungen in den verbleibenden Monaten dieses Jahres noch umzusetzen. Die ESTV hat bereits im August die neuen Entwürfe der MWST-Abrechnungen für den Fall einer MWST-Satz-Senkung publiziert. Für die Unternehmen stehen aber noch viele weitere Anpassungen an: So müssen nebst den ERP-Systemen auch die internen Formulare und Dokumente sowie die weiteren Publikationen und Verträge angepasst werden.

Mit dem heutigen Abstimmungsergebnis sind also nicht nur die Politiker gefordert, eine neue AHV-Reform auszuarbeiten, sondern auch die Unternehmen, um rechtzeitig per 1.1.2018 für die MWST-Satz-Änderung bereit zu sein!